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Die Geschichte der Bierhefe bis heute
Bereits in Mesopotamien und im Alten Ägypten wurde die Bierhefe als „Bodensatz" der Bierherstellung bezeichnet und als Heilmittel eingesetzt. Durch Aufzeichnungen von Paracelsus, Hippokrates, Sebastian Kneipp und Hildegard von Bingen wissen wir, dass die Hefezellen als sehr wichtiges Erzeugnis angesehen wurden und zur Linderung der verschiedensten Hauterkrankungen eingesetzt wurden. Die Aussage eines Arztes aus dem 18. Jahrhundert "Brauereien sind die vornehmsten Apotheken" bestätigt die hohe Bedeutung der Bierhefe.
Jahrtausendelang wurde das Bier ungefiltert (mit Bierhefe) getrunken. Die bei der Gärung anfallende flüssige Bierhefe mit ihren wichtigen Vitalstoffen (wie z.B. B-Vitaminen) war noch im Bier vorhanden.
Dadurch lieferte ungefiltertes Bier dem Körper viele Nährstoffe und es ist nicht verwunderlich, dass Bier früher als „das flüssige Brot" bezeichnet wurde. Um das Bier länger haltbar zu machen, wurde ab Mitte des 20. Jahrhunderts die im Bier enthaltene Bierhefe herausgefiltert und so die enthaltenen wichtigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente aus dem Bier entfernt. Die flüssige Bierhefe, reich an Vitalstoffen, wurde somit zum Ausschussprodukt nach der Bierherstellung.
Heute steht die Bierhefe aber in Form von Tabletten, Pulver oder Flocken zum Verzehr zur Verfügung und kann somit einen wichtigen Beitrag zur Versorgung des Körpers mit lebenswichtigen Nährstoffen leisten.
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